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Walter Jennis fünfter Sieg in Nidau (BT 2.5.11)

Fünfmal hat Walter Jenni den Halbmarathon in Nidau bestritten – fünfmal ist er als Sieger durchs Ziel gekommen. Auch am Samstag. Susanne Gries aus Port vervollständigte den Seeländer Erfolg bei den Damen.


Susanne Gries lief in Nidau einsam an der Spitze ins Ziel ein. Bild: Olivier Gresset

mr. Der Kampf der Winde über dem Seeland hat am Samstag keinen Einfluss gehabt über den Ausgang des Nidauer Halbmarathons nach Meienried und zurück nach Nidau. Und dennoch: Während sich die Gewitterwolken über Biel zusammenbrauten, hatten am Samstagnachmittag einige Läuferinnen und Läufer ihre Probleme: Auf der ersten Streckenhälfte wehte ihnen ein mittelmässiger Ostwind, eine Bise, entgegen. Und kaum hatten sie den Wendepunkt erreicht, zeigten sich Gewitterwolken von Westen. «Auf jeden Fall war es sehr heiss auf den letzten Kilometern», bestätigte ein sichtlich gezeichneter Walter Jenni, der bei seinem fünften Start in Nidau als Sieger einlief. Wenige Meter vor dem Ziel war er allerdings nahe daran, sich zu übergeben, denn er lief auf dem «letzten Zahn» durchs Ziel. «Ich habe über Ostern sehr intensiv trainiert, rund 120 Kilometer zurück gelegt. Und dieses Training hat sich nun in der eher mässigen Zeit von 1:16 niedergeschlagen», begründet Jenni sein Resultat. Seine Bestzeit in Nidau liegt bei 1:08.


Entscheidung in Meienried

Bald einmal nach dem Start in Nidau bildete sich eine DreierSpitzengruppe mit den Brüdern Michael und Steve Morand aus Malleray-Bevilard sowie Walter Jenni. Kurz vor der Hälfte versuchte sich Michael Morand einen Vorsprung zu verschaffen, indem er den bisherigen Rhythmus der drei Spitzenleute zu sprengen versuchte. Jenni stellte bald mal fest, dass dies nur eine kurze Episode des Jurassiers sein sollte. «Eigentlich hätte mir der Rhythmus der ersten zehn Kilometer sehr behagt und ich wäre gerne noch bis etwa Kilometer 16 oder 17 so weitergelaufen», zeigte sich Walter Jenni über den Verlauf des Rennens eher überrascht. «Mir war der Zeitpunkt zum Angriff eindeutig zu früh.» Kurz nach Streckenhälfte, bei der Safnernbrücke, zeigten die Brüder Morand Schwächen und Jenni zog alleine davon.


«Hunderter» im Visier

Ob Jenni allerdings den Bieler «Hunderter» dieses Jahr bestreiten wird, lässt er zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. «Ich habe zwar den Bieler Klassiker im Visier, aber ob ich starten kann, wird sich erst später zeigen», lässt sich der Oberwiler nur bedingt in die Karten blicken. Seit dem Bieler «Hunderter» im Jahr 2009 hat der Oberwiler keinen Wettkampf mehr bestritten. Letzten Dezember kam nach einer Reihe von Verletzungen noch eine Meniskusoperation am rechten Knie dazu.


Seeländerinnen in Front

Auch bei den Frauen dominierten die Seeländer Läuferinnen. Susanne Gries (Port) und Andrea Noack (Ipsach) machten den Tagessieg unter sich aus. Als Dritte ist Jeannine Iseli aus Schüpfen durchs Ziel am Balainen in Nidau gelaufen. Die 41-jährige Triathletin bereitet sich intensiv auf den Murtener Triathlon Mitte Juni vor, wo sie die Halbdistanz bestreiten will. Die 41-Jährige Seeländerin aus Schüpfen hat sich vor über einem Dutzend Jahren dem Ausdauersport verschrieben. Für den Triathlon müsste sie eigentlich auch das Schwimmen trainieren, aber dazu sei sie etwas zu faul. In Nidau machte sich das intensive Radtraining der letzten Wochen bemerkbar, stellte die Seeländerin fest. Sie lief die 21 Kilometer rund zwei Minuten langsamer als vor einem Jahr.


Nidau. Halbmarathon. 1. Walter Jenni (Oberwil) 1:16:04. 2. Michael Morand (Mallerey-Bevilard) 1:17:42. 3. Steve Morand (Malleray-Bevilard) 1:17:53. 6. Markus von Gunten (Lengnau) 1:21:50. 7. Felix Weilenmann (Tri Seeland) 1:23:08. 12. Stefan Aebersold (Meinisberg) 1:27:02. 13. Zavisa Popovic (Nidau) 1:27:18. 16. Jürg Zwahlen (Port) 1:28:37. 20. Olivier Wirz (Nidau) 1:30:40.

Damen: 1. Susanne Gries (Port) 1.24:18. 2. Andrea Noack (Ipsach) 1:33:18. 3. Jeannine Iseli (Schüpfen) 1:35:27. 4. Marianne Niemack (Rapperswil) 1:38:05. 6. Barbara Röthlisberger (Biel) 1:42:50.. 9. Nicole Villard (Biel) 1:47,06.


Classic Aar (13,3 km). 1. Patrick Jeanbourquin (Le Noirmont) 46:34. 2. Florian Piquet (Biel) 47:41.3. Peter Andres (Aarberg) 48:06. 6. Kevin Hegg (LSV Biel) 51:21. 8. Ruedi Frey (Biel) 52:49. 9. Pius Heggli (Büren) 52:58. 10. Hansjörg Hegg (Ipsach) 53:11. 17. Martin Zeller (Aegerten) 55:30. 18. Lukas Spiess (Brügg) 55:47.

Damen: 1. Brigitta Mathys (LSV Biel) 55:06. 2. Corinne Weilenmann (Aegerten) 57:01. 3. Julia Fatton (Rheinau) 57.30. 4. Simone Ryf (Münchenbuchsee) 58:57.


232 Athletinnen und Athleten unterwegs • Die 31. Austragung des Nidauer Halbmarathons bestritten bei trockenen, aber windigen Bedingungen 128 Läuferinnen und Läufer. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gab es einen Seeländer Sieg. • 80 Läuferinnen und Läufer genossen den Aarelauf, den Classic Aar über 13,3 Kilometer. • 24 Walkerinnen und Walker erfreuten sich an der herrlichen Route von Nidau nach Gottstatt und zurück (13,3 km). (mr)"

Eintrag Felix Weilenmann
Quelle Bieler Tagblatt 2.5.2011


Triathlon Club Seeland - Email: info[at]triseeland.ch